Was ist ein Bowlingball ?

Der Bowlingball ( oft auch fälschlich Bowlingkugel genannt ) ist eine eigene Wissenschaft für sich, mit der sich wohl schon viele Ingenieure und Techniker beschäftigt haben.Der Bowlingball muss absolut rund sein, hat einen Umfang von ca. 70 cm und ein Gewicht von nicht mehr als 7,26 Kilo.Der Bowlingball besteht aus einer Kunststoff-, Urethane- oder Reaktivschale, dem sogenannten Coverstock und einem Füllmaterial und dem Kern.

Der Umfang der Bälle beträgt nicht mehr als 27,002 Inch ( engl. Längenmaß, 1 Inch entspricht dem Längenmaß  Zoll ( 2,54 cm )  27 Inch entsprechen 68,58 cm )und das entspricht einem Durchmesser von 21,83 cm. Das Gewicht des Balles liegt zwischen 6 und 16 Lbs. ( Lbs. = amerikanisches Pfund, Gewichtsmaß  1 Lbs.  hat 453,59237 Gramm und entspricht 16 Unzen)
Die Unterschiede im Gewicht resultieren aus den unterschiedlichen Materialien und den jeweils unterschiedlichen großen Kernformen. Im Sportbowling unterscheidet man zwischen sogenannten Anwurf- oder Reaktiv-Bällen und Räum- oder Spare-Bällen (Polyester).

Der Strikeball (auch Hakenball, Reaktivball oder Anwurfball genannt) wird zum Anwurf, also zum Wurf auf alle zehn Pins verwendet. Durch seine Laufeigenschaft – den Bogen bzw. Haken – den der Ball schlägt, sowie durch die Energie, die der Ball beim Lauf aufbaut, soll mit diesem Ball ein Strike erzielt werden bzw. das Umwerfen der größtmöglichen Anzahl an Pins. Da der Ball einen Bogen macht (bei Rechtshändern nach links bzw. bei Linkshändern nach rechts), soll hier der ideale Eingang in die Gasse (bei Rechtshändern zwischen Pin 1 und 3) erzielt werden, wodurch der Pinfall für einen Strike ermöglicht wird.

Der Name „Spareball“ hat sich erst nach der Entwicklung anderer Schalenmaterialien (Polyurethan 1982; Reactive Polyurethane 1992) eingebürgert. Der Spareball wiederum macht keinen Bogen, läuft also geradeaus. Dieser wird zum Abräumen von stehen gebliebenen Pins verwendet. Räumbälle, auch Hausbälle oder Sparebälle genannt, bestehen meist aus Polyester, welches deutlich weniger Reibung als Polyurethan entwickeln kann. Diese Räumbälle haben in der Regel einen „Pancake“-Kern, der ein Differenzial von 0,019 inch aufweist. Durch die Kombination von Schale und Kern erzeugen diese Bälle ihren geraden Lauf. Dies ist aber nicht zwingend, da bei gewissen Pin-Stellungen auch der Strikeball (mit Bogen) zum Abräumen verwendet werden kann.Im Gegensatz zu Strikebällen gibt es Sparebälle in vielen bunten Designs. Durch die Polyesterschale sind der Fantasie von Designs und Bildern kaum Grenzen gesetzt. Auch gibt es so genannte „Show-Bälle“, welche aus einem klaren Kunststoff sind und eine Figur oder Symbol in der Mitte eingegossen haben (z. B. Schlangen, Totenköpfe etc.). Ein Spareball wird wie ein Strikeball ebenfalls an die Hand des Spielers angepasst.

Die Hausbälle sind eher schlicht gehaltene Polyesterbälle, die meist farblich nach Gewicht abgestimmt sind (gleiches Gewicht, gleiche Farbe). Sie liegen in den Bowlingcentern meist zwischen 6 und 16 lbs und sind alle konventional vorgebohrt. Der Spieler muss sich durch eine Reihe von Bällen durchprobieren, um einen Passenden zu finden.

Beim Kauf des ersten eigenen Bowlingballs ist man meistens bei der Auswahl des richtigen Gewichts überfragt.  Grundsätzlich gilt bei Bowlingbällen: je schwerer, umso besser.   Mehr Gewicht erzeugt eine stärkere Schlagkraft in den Pins und trägt zudem zu einem konstanteren Spiel bei. Viele entscheiden sich bei Ihrem ersten Ball aufgrund mangelnder Beratung für ein zu geringes Gewicht. Eine oft hilfreiche Faustregel besagt: das richtige Gewicht beim eigenen Ball ist 1-2 Pfund (lbs) schwerer als das Gewicht, welches man bei Leihkugeln benutzt. Diese Regel trifft nicht immer vollständig zu, ist aber zumindest ein Anhaltspunkt. Sie gilt aber nur für Bälle, die individuell auf die auf die Hand des Spielers angepasst sind. Denn durch eine angepasste Bohrung wirkt das Gewicht des Balls automatisch etwas leichter. Männer sollten in der Regel nicht unter 14 Pfund wählen. Gewichte unter 10 lbs sollten nur in Ausnahmefällen gewählt werden (z.B. für Kinder).  Für Erwachsene raten wir von Gewichten unter 10 lbs ab, da selbst bei Kindern die Haltbarkeit von diesen leichten Gewichten beschränkt ist.  Einem erwachsenen Spieler halten solche Gewichte in der Regel nicht lange Stand.

Übrigens : Bowlingbälle werden grundsätzlich ohne Löcher  gefertigt und auch ausgeliefert.

 

Weil das für den Bowlingball sehr wichtig ist, schließen wir hier noch einen kleinen Diskurs zum Thema „Bowlingball bohren“ an:

Bowlingball bohren

Ein Bowlingball sollte perfekt auf das Handmaß seines Besitzers gebohrt sein. Dazu wird die Wurfhand des Spielers genau vermessen: an Hand von Schablonen wird der Durchmesser der Löcher ermittelt sowie die Abstände der Finger zum Daumen und der Winkel den die Löcher später zueinander aufweisen müssen. Die Löcher des Balls werden genau nach diesen Vorgaben gebohrt – was Größe der Löcher und Abstand zueinander angeht.

Die Bohrung des Balles wird durch einen speziell ausgebildeten Ballbohrer durchgeführt. Neben dem Handmaß des Bowlers berücksichtigen die Ballbohrer außerdem seine Spielweise und natürlich die Beschaffenheit und Laufeigenschaften des Bowlingballs selbst.

Es wird dabei zwischen der Normal– oder Conventionalbohrung und der Fingertipp-Bohrung unterschieden.

Bei der Normalbohrung werden die Löcher für Mittel- und Ringfinger so gebohrt, dass diese zum zweiten Fingergelenk in die Löcher passen. Das Daumenloch wird so gebohrt, dass der Daumen komplett im Loch verschwindet, da dieser den Bowlingball festhält.  Bei Bällen mit dieser Bohrung lösen sich Finger und Daumen bei der Abgabe beinahe gleichzeitig aus den Löchern.

Bei Bällen mit Fingertip-Bohrung kommt der Daumen bei der Abgabe des Balls früher aus dem Loch, so dass die Kugel auf den Fingern liegt. Dadurch kann dem Ball  ein Drall mitgegeben werden, damit er im Endbereich der Bahn (Backend) einen Bogen (Hook) läuft. Die Fingertip-Bohrung ist nicht nur für Fortgeschrittene geeignet, auch Einsteiger können mit Fingertip-Bällen spielen.

Auch bei dieser Bohrvariante verschwindet der Daumen ebenfalls vollständig im Daumenloch. Der wesentliche Unterschied zur Normalbohrung besteht darin, dass beim Mittel- und Ringfinger nur das erste Glied des Fingers in den Löcher sitzt. Dadurch vergrößert sich der Abstand zwischen Daumenloch und Fingerlöchern, der sogenannte Span. Durch den größeren Span wird auch die Auflagefläche des Balles in der Hand größer, das führt zu einer besseren Ballkontrolle.

Die eigentlichen Fingertips, die dieser Bohrvariante den Namen gegeben haben, kommen in die Fingerlöcher. Dabei handelt es sich um sogenannte Einsätze (Inserts), zumeist aus Gummi oder Silikon, die den Fingern einen besseren Halt bieten und dafür sorgen, dass der Spieler dem Ball die notwendige Rotation mitgeben kann.

Einige Spieler benutzen zudem einen Daumeneinsatz. Dieser besteht meistens aus Vinyl. Durch die Glätte und Härte des Materials wird ein schnelles und sicheres Herausgleiten des Daumens gewährleistet.

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